THEKKU ISLAND – AUSFLUG IN DIE BACKWATERS VON KERALA

Spotlight

Mit Thekku Island hat das indische Entwicklerstudio Ales Devs Games Ende Februar seinen Debut-Titel für den PC veröffentlicht. Das psychologische Horror-Spiel ist in dem Bundesstaat Kerala im Südwesten Indiens in den 1980er-Jahr angesetzt, woher auch die Entwickler stammen und somit die Authentizität der Schauplätze garantiert ist. Auf einer abgelegenen Insel „erkunden wir ein verlassenes Haus, entdecken lokale Folklore, überleben gespenstische Begegnungen und lüften die verborgenen Geheimnisse der Insel“. Das Ganze in einer Zeit, in der es noch keine modernen Handys zur Kommunikation gab, über die wir im Kontakt mit der Außenwelt stehen können. So weit, so interessant, es folgt Bewegtbild:

Das Verschwinden der Frau des Protagonisten ist es, was uns an diesen abgelegenen Ort führt. Mit den aufkommenden Geistergeschichten und „Jumpscares“ klingt es (auf dem Papier) nach einer Story, die wir schon oft gehört haben. Die Besonderheit von Thekku Island liegt darin, dass wir diese etablierte Formel aus Sicht der hierzulande selten erlebten indischen Perspektive und einzigartigen Kultur bekommen. Die Story weckt zudem mit einem Schwung in das Jahr 1753 Interesse.

Laut Entwickler sind in Thekku Island keine Götter dargestellt, was in Indien als Disclaimer zwingend nötig ist, um eine religiöse Kontroverse zu vermeiden. Zumindest die Ästhetik im Spiel erinnert an religiöse Tempel aus Kerala.

In der Region wird Malayalam gesprochen. So treffen wir früh im Spiel auf die Worte „ഞങ്ങളുടെ വിദ്യാലയ സ്വാഗതം!“, was sich mit „Willkommen in unserem Zuhause!“, wortwörtlich auch „in unserer Schule“ übersetzen lässt. Wo wir schon dabei sind, das im Titel enthaltene „Thekku“ wird „തെക്ക്“ geschrieben (jetzt sind wir schlauer), was passend zu der Region „Süden“ bedeutet, weswegen wir den Titel als „Insel im Süden“ interpretieren können.

Das fiktive Thekku Island befindet sich in den Backwaters Keralas, womit das gigantische Wasserstraßennetz in der Region gemeint ist. Dabei handelt es sich um eine Ansammlung von Seen, Sümpfen, Lagunen, Flüssen, Kanälen und natürlich kleinen Inseln, die zu einer hohen Luftfeuchtigkeit beitragen und zu jeder Menge Nebel führen, was die im Spiel anzutreffende Atmosphäre erklärt. Die Dimensionen des Wassergebiets erschließen sich einem erst nach Blick auf die Karte der Region, zu finden an dieser Stelle. Die Region wird stark landwirtschaftlich genutzt, so werden dort Kokospalmen, Kautschuk, Reis und Cashewbäume angebaut.

Quelle: Steam, Bild: offizieller Trailer


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