Solarpanele, Radios, alte Rechner… Elektronik geht irgendwann einmal kaputt und muss ersetzt werden. Aber was passiert mit dem ganzen Schrott? Erst einmal heißt es, ab in den Schredder und dann, optimalerweise wiederverwerten. Den Kreislauf für Elektroschrott können wir in der vor ein paar Tagen erschienenen Erweiterung zum Recycling Center Simulator mit dem Untertitel E-Waste DLC kennenlernen. Achtung, Trailer im Anflug:
Einen Wertstoffhof besucht man nicht alle Tage und wenn man das erste Mal dort ist, kann es ganz schön verwirrend werden. Im Recycling Center Simulator kann man sich das Ganze schon vor dem Umzug virtuell anschauen und wertvolle Einblicke erhalten. Gameplay technisch heißt es weggeworfenen Elektronikgeräte sammeln, in spezialisierten Maschinen samt Laufbändern verarbeiten, nach und nach die Recyclingkapazitäten des Unternehmens erhöhen und den Solarmodulen, Batterien und mehr einen neuen Verwendungszweck geben. Im DLC werden dem Recycling Center Simulator zwei Schauplätze hinzugefügt, ein Elektronikschrottplatz und eine Solaranlage mit jeder Menge Material, welches dann in der Basis verarbeitet werden kann.
Wir wollen daher diese Gelegenheit nutzen, um uns den aktuellen Stand des Recyclings anhand von den sogenannten Seltenen Erden anschauen, die eine zentrale Rolle für moderne Technologie in unserer heutigen Gesellschaft spielen. Beispielsweise für Handys werden eine Reihe von Elementen für Magnete (Neodym, Praseodym, Dysprosium…), Displays (Terbium, Yttrium, Europium) und die Kamera-Linse (Lanthan) benötigt. Die Gewinnung bringt jedoch jede Menge Probleme wie Menschenrechtsverletzungen und Schäden für die Umwelt mit sich.
Ein effizientes Recycling ist daher entscheidend, wird in der Realität jedoch (noch) nicht umgesetzt. So zeigt die Deutsche Welle in einem Artikel etwa, dass in Deutschland kaum Seltene Erden recycelt werden.
Welche Methoden zum Recycling von Seltenen Erden aktuell zum Einsatz kommen, erfahren wir beispielsweise auf Stanford Advanced Materials:
Zu den derzeitigen Recyclingtechniken gehören hydrometallurgische, pyrometallurgische und bio-hydrometallurgische Recyclingverfahren. Zu den hydrometallurgischen Recyclingverfahren gehören die chemische Auslaugung und die Lösungsmittelextraktion, die in großem Umfang für das Recycling von Seltenerdmagneten eingesetzt werden, die in Computerfestplatten, Elektrofahrzeugen und Windkraftanlagen verwendet werden. Das pyrometallurgische Recycling konzentriert sich auf Hochtemperaturschmelzverfahren zur Metallrückgewinnung, wobei der übermäßige Energieverbrauch und die Bildung schädlicher Gase begrenzt sind. Ein vielversprechender Fortschritt ist die Bio-Hydrometallurgie, bei der Mikroorganismen wie Bakterien und Pilze eingesetzt werden, um unter milden Bedingungen Metalle aus Elektroschrott zu laugen. Diese Technik reduziert den Energiebedarf erheblich, erzeugt nur minimale schädliche Nebenprodukte und ist umweltfreundlich“
Stanford Advanced Materials
Eine 2014 Dokumentation von Arte zeigt uns die Schattenseiten des Abbaus von Seltenen Erden:
Quelle: Steam, Bild: offizieller Trailer
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