Mit Cold Calling erschien vor Kurzem ein Point-and-Click Knobelspiel von Studio Can’t Get Enough Games, das uns humorvoll in die Zeit des Kalten Krieges zurückversetzt. Handelnd im November 1962, nur wenige Wochen nach der Kubakrise, ist es unsere Aufgabe die damals noch manuell betriebene Telefonschaltzentrale am Laufen zu halten und damit lauter Gespräche zwischen Politikern weltweit zu ermöglichen. Ziel ist es, inmitten der nuklearen Bedrohung die Leitung nicht einbrechen zu lassen, was politische Folgen haben könnte. Wie dies konkret aussieht, seht ihr hier im Trailer:
Offensichtlich geht es in Cold Calling sehr chaotisch zu, mit einer Flut von Anrufen, was in Anbetracht der politischen Spannungen zwischen den Großmächten USA und Sowjetunion naheliegt. Gameplaytechnisch kümmern wir uns um die technische Seite der Telefongespräche, was sich durch lose Kabel verbinden und Benutzen von „über zwei Dutzend verrückten Hilfsmitteln“ wie eine Piratenkanone, ein UFO oder ein Stück Käse äußert.
Dabei treffen wir auf verschiedene historische Persönlichkeiten aus der echten Geschichte, die hier karikaturistisch überzeichnet sind. Der Clou ist dabei der Einsatz von geheimer Technologien der Regierung, das „Time Phone“, mit dem wir Stimmen aus der Vergangenheit und der Zukunft herbeirufen können. Je nachdem, zu welchem Charakter wir uns entscheiden, im Auftrag eines schwarz gekleideten dubiosen Charakters in die Gespräche hereinzuhören, bringt eines von acht Ausgängen zu dem Spiel.
Cold Calling gibt an, von Filmen wie Dr. Strangelove und In the Loop inspiriert zu sein, welche jeweils auf wahren historischen Ereignissen basieren, diese jedoch in einer alternativen und überzogenen Version darstellen. Als Kulisse wurde in Cold Calling die Kubakrise gewählt, als sich Kennedy und Chruschtschow kurz vor einem nuklearen Schlagabtausch gegenüberstanden. Gespräche werden von den Vereinigten Staaten von Amerika in Regionen des Nahen Ostens, Afrikas, Europas und Asiens geführt, um unter den angespannten Bedingungen etwa weitere Krisenherde zu vermeiden. Konkret sehen wir Karikaturen von Kennedy, Chruschtschow, George Washington, vermutlich Fidel Castro und weitere Diplomaten verschiedener Länder. Insgesamt lässt sich 1962 als ein turbulentes Jahr bezeichnen, geprägt von Themen wie arabischem Nationalismus, Entkolonialisierung und Stellvertreterkonflikten.
Quelle: Steam, Bild: offizieller Trailer
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